Die besten Equalizer-Einstellungen fürs iPhone hängen vom Genre ab und davon, ob du über den Lautsprecher oder über Kopfhörer hörst – die eine Kurve für alles gibt es nicht. Starte mit einem Genre-Preset und verändere dann beim Hören jeweils ein Band um 2–3 dB. Ein Rock-Preset senkt zum Beispiel 200 Hz ab und hebt 1 kHz an, damit sich Gitarren und Gesang durchsetzen, während ein Rap-Preset 32 und 64 Hz für wuchtigere 808s anhebt.

Dieser Ratgeber zeigt dir die genauen Presets aus dem Equalizer von EQfy - Louder Volume, erklärt in einfachen Worten, was jedes Band macht, und zeigt dir, wie du eigene Einstellungen für mehr Bass, klarere Stimmen oder weichere Höhen baust.

EQfy-Equalizer am iPhone mit Vorverstärker-Regler, sieben Bändern von 32 Hz bis 16 kHz, dem Preset „Benutzerdefiniert“ und der Taste „Zurücksetzen“
Der Equalizer: ein Vorverstärker (PR) und sieben Bänder, mit Presets und der Taste „Zurücksetzen“.

Was jedes EQ-Band macht

Ein Equalizer teilt den Klang in Frequenzbänder auf, die du einzeln lauter oder leiser stellen kannst. Niedrige Werte (Hz) sind tiefe Töne, hohe Werte (kHz) helle Töne. Die Presets in diesem Ratgeber nutzen sieben Bänder plus Vorverstärker:

  • 32 Hz: Subbass. Das tiefe Grollen, das du eher spürst als hörst – etwa das Ausklingen einer 808 oder eine Explosion im Film. Kopfhörer geben es gut wieder, ein Handylautsprecher kaum.
  • 64 Hz: Bass-Punch. Das Gewicht von Bassdrum und Bassgitarre. Anheben für ein volleres Fundament, absenken, wenn der Bass aufgebläht klingt.
  • 200 Hz: oberer Bass und Wärme. Hier können kleine Lautsprecher noch „Bass“ erzeugen. Zu viel davon macht Musik matschig oder dröhnend.
  • 500 Hz: untere Mitten und Körper. Gibt Instrumenten und Stimmen ihren Körper. Zu viel klingt hohl, als käme die Musik aus einem Pappkarton.
  • 1 kHz: Mitten. Der Kern von Gesang, Gitarren und Klavier. Eine Anhebung holt sie nach vorn, zu viel klingt näselnd.
  • 4 kHz: Präsenz und Klarheit. Hier sitzen Konsonanten, der Biss der Gitarre und Details. Das hilft bei Sprache, aber starke Anhebungen klingen scharf und ermüdend.
  • 16 kHz: Luft und Glanz. Das Schimmern der Becken und der offene, luftige Charakter einer Aufnahme. Am Lautsprecher dezent, mit guten Kopfhörern deutlicher.

Was der Vorverstärker macht

Der Vorverstärker (PR) hebt oder senkt das gesamte Signal, bevor die sieben Bänder es formen. Damit holst du Lautstärke zurück, wenn du vor allem Bänder abgesenkt hast, oder schaffst Platz, wenn du mehrere Bänder angehoben hast. Fängt der Klang an zu knistern, ist der Vorverstärker der erste Regler, den du zurücknimmst.

Beste Equalizer-Einstellungen fürs iPhone nach Genre

Das sind die neun eingebauten Presets im Equalizer von EQfy mit den genauen Werten in Dezibel (dB). Du kannst sie in jeden 7-Band-Equalizer mit denselben Frequenzen übernehmen.

PresetVorverstärker32 Hz64 Hz200 Hz500 Hz1 kHz4 kHz16 kHz
Rock+6+5−3−6+3+6+3+4
Jazz+4−2−4+2+4+6+3+2
Elektronisch+8+6−2−4+3+6+8+6
Klassisch+4+3−2−3+2+4+6+4
Reggae0+3+4+2−3−2−1−2
Rap+4+5+4+20+1+2+3
R&B+3+4+3+1−2−1+2+3
Tanz+4+3+5+3+2+3+4+3
Akustisch+2+20−2−1+2+3+4

Wofür jedes Preset gedacht ist

  • Rock: Kräftiger Subbass plus eine starke Absenkung bei 200 Hz nimmt den Matsch heraus, während +6 bei 1 kHz Gitarren und Gesang nach vorn holt.
  • Jazz: Nimmt den tiefsten Bass etwas zurück und hebt 200 Hz bis 1 kHz an – das gibt Klavier, Bläsern und Kontrabass einen warmen, natürlichen Körper.
  • Elektronisch: Viel Subbass und helle Höhen (+8 bei 4 kHz) für knackige Synths und Hi-Hats. Dieses Preset hat auch den höchsten Vorverstärker – senk also PR, wenn ein lauter Track verzerrt.
  • Klassisch: Ein leichtes Fundament im Bass mit mehr Details bei 4 kHz und Luft bei 16 kHz für Streicher und den Klang des Konzertsaals.
  • Reggae: Das einzige Preset mit neutralem Vorverstärker. Es setzt auf die drei Bassbänder und nimmt Mitten und Höhen sanft zurück – für einen entspannten, warmen Sound.
  • Rap: Kräftige 32 Hz und 64 Hz für 808s, neutrale Mitten und eine kleine Anhebung oben, damit Gesang und Hi-Hats knackig bleiben.
  • R&B: Weicher Bass, eine leichte Absenkung bei 500 Hz und 1 kHz gegen hohlen Klang sowie sanfte Präsenz und Luft für den Gesang.
  • Tanz: Jedes Band ist angehoben, am stärksten 64 Hz für den Punch der Bassdrum. Energiegeladen und laut – behalte also die Lautstärke im Blick.
  • Akustisch: Ein leichter Eingriff, der das Dröhnen des Gitarrenkorpus bei 200–500 Hz zähmt und Saitendetails und Luft hinzufügt.

So nutzt du den Equalizer in EQfy

  1. Installiere die App aus dem App Store (im US-App-Store heißt sie Volume Booster Sound Amplifier). Der Download ist kostenlos.
  2. Füge Musik aus der Musikbibliothek deines iPhones oder aus der Dateien-App hinzu (MP3, M4A und mehr).
  3. Öffne einen Track und tippe im Player auf den Tab EQ.
  4. Tippe auf das Preset-Menü (es zeigt Benutzerdefiniert, bis du ein Preset wählst) und wähle ein Preset – oder bewege einfach selbst die Regler für Vorverstärker und Bänder.
  5. Tippe auf Zurücksetzen, wann immer du von vorn anfangen willst.

EQfy speichert deine eigenen Kurven nicht als benannte Presets – notier dir also Einstellungen, die du wiederverwenden willst.

Was EQfy nicht kann: iOS erlaubt EQfy nur, Audio zu bearbeiten, das in der App abgespielt wird. Der Equalizer kann weder Spotify noch YouTube, Apple Music-Streaming, Anrufe oder Systemtöne verändern. Songs aus einem Apple Music-Abo sind geschützt: Sie laufen, aber die Klang-Tools stehen für sie nicht zur Verfügung; gekaufte und importierte Dateien funktionieren mit allen Tools. Der Equalizer gehört zu Premium.

Eigene Equalizer-Einstellungen erstellen

Die Rezepte unten sind Ausgangspunkte, keine Regeln. Jeder Song, jeder Kopfhörer und jedes Ohr ist anders – nimm sie als Basis und justiere nach Gehör. Zwei Gewohnheiten machen den größten Unterschied: Verändere immer nur ein Band auf einmal, und senk erst ab, was zu laut ist, bevor du anhebst, was fehlt.

EQ-Einstellungen für mehr Bass

  • Kopfhörer: 32 Hz +3 bis +5, 64 Hz +3 bis +4, alles andere auf 0.
  • iPhone-Lautsprecher: 200 Hz +3 bis +4 und 64 Hz +1 bis +2. Tiefere Bänder bringen bei einem kleinen Lautsprecher wenig.
  • Geht der Gesang unter, probier 500 Hz −1 bis −2.

Wenn du lieber einen einzigen Regler willst, der auf Handylautsprecher abgestimmt ist, lies unseren Ratgeber Bass verstärken am iPhone.

EQ-Einstellungen für klarere Stimmen und Podcasts

  • 32 Hz −3 und 64 Hz −2, um Rumpeln zu entfernen, das Stimmen nicht brauchen.
  • 200 Hz −2 gegen matschigen Klang.
  • 1 kHz +2 und 4 kHz +3, um Worte nach vorn zu holen.
  • 16 kHz auf 0 lassen – eine Anhebung kann Rauschen und scharfe „S“-Laute in Sprache übertreiben.

EQ-Einstellungen für weniger scharfe Höhen

  • 4 kHz −2 bis −4, um scharfe Stimmen und helle Gitarren zu entschärfen.
  • 16 kHz −1 bis −3, wenn Becken immer noch zischen.
  • 200 Hz +1 bis +2 bringt als Ausgleich zur Absenkung etwas Wärme.

Kleiner Lautsprecher oder Kopfhörer

Der iPhone-Lautsprecher ist winzig und kann nicht genug Luft bewegen, um bei 32 oder 64 Hz viel wiederzugeben. Wer diese Bänder am Lautsprecher anhebt, verbraucht vor allem Reserven und bringt ihn womöglich zum Scheppern. Konzentrier dich am Lautsprecher auf 200 Hz für Punch und 1–4 kHz für Klarheit. Mit Kopfhörern funktionieren die tiefen Bänder gut, aber geh sparsam mit 4 kHz und 16 kHz um, denn helle Töne direkt am Ohr ermüden schnell.

Clipping vermeiden: Große Anhebungen plus ein hoher Vorverstärker können das Signal über seine Grenze treiben – das führt zu Knistern und Verzerrung. Knistert es, senk zuerst den Vorverstärker und reduziere dann deine stärkste Anhebung. Halte die Lautstärke auf einem angenehmen Niveau; warum, erklärt unser Ratgeber Lautstärke sicher verstärken.

Die eingebauten EQ-Presets von Apple Music

Wenn du nur in Apples Musik-App hörst, hat iOS einen kostenlosen Equalizer. Laut Apples iPhone-Benutzerhandbuch findest du ihn hier:

  1. Öffne die App Einstellungen.
  2. Tippe auf Apps und dann auf Musik.
  3. Tippe auf EQ und wähle ein Preset, etwa „Bass erhöhen“ oder „Kleine Boxen“.

Auf demselben Bildschirm findest du Lautstärke anpassen, das Lautstärkeunterschiede zwischen Songs ausgleicht. Der Haken: Das sind feste Presets – einzelne Bänder oder einen Vorverstärker kannst du nicht einstellen, und sie wirken nur in der Musik-App. EQfy macht es umgekehrt: sieben einstellbare Bänder und ein Vorverstärker, aber nur für Audio, das in der App abgespielt wird.

Mehr aus Bass, Balance und 3D-Sound holen

Der EQ ist nur eines der Tools im Player. Wenn du mehr Tiefen willst, ohne jeden Regler anzufassen, lies, wie du am iPhone-Lautsprecher den Bass verstärken kannst. Klingt eine Seite deiner Kopfhörer lauter, hilft unser Ratgeber zur Links-rechts-Balance – mit der iOS-Einstellung und dem Tab „Kopfhörer“ der App. Für mehr Raumtiefe lies 3D-Raumklang am iPhone erklärt oder wirf einen Blick auf die Equalizer-Übersicht auf unserer Startseite.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die beste EQ-Einstellung fürs iPhone?

Die eine beste Einstellung gibt es nicht. Starte mit dem Preset für das Genre, das du am meisten hörst, und verändere dann beim Hören jeweils ein Band um 2–3 dB. Einstellungen, die mit Kopfhörern toll klingen, brauchen am iPhone-Lautsprecher oft weniger Tiefbass.

Hat das iPhone einen eingebauten Equalizer?

Ja, aber nur für Apples Musik-App. Geh zu Einstellungen › Apps › Musik › EQ und wähle ein Preset wie „Bass erhöhen“. Einzelne Bänder kannst du nicht einstellen, und andere Apps sind davon nicht betroffen.

Verändert der Equalizer von EQfy Spotify oder YouTube?

Nein. iOS erlaubt EQfy nur, Audio zu bearbeiten, das in EQfy abgespielt wird. Der Equalizer kann also weder Spotify noch YouTube, Anrufe oder Systemtöne verändern. Importiere Songs aus deiner Musikbibliothek oder der Dateien-App und spiel sie in EQfy ab.

Warum knistert meine Musik, nachdem ich den EQ geändert habe?

Starke Anhebungen zusammen mit einem hohen Vorverstärker können das Signal über seine Grenze treiben – das nennt man Clipping. Senk zuerst den Vorverstärker und reduziere dann deine stärkste Anhebung, bis das Knistern verschwindet.

Ist der Equalizer von EQfy kostenlos?

EQfy kannst du kostenlos laden, und der Lautstärke-Boost ist gratis. Der 7-Band-Equalizer und seine Presets gehören zu Premium. Details zu den Abos findest du in den FAQ.